BestAger werden gut beraten?
14.05.2008
- BestAger werden gut beraten?
Bonn, den 14.05.2008: Die These, dass in Deutschland die Bedürfnisse älterer Menschen ab 55 Jahren bei der Finanzberatung kaum berücksichtigt werden, stimmt so nicht. 43 Prozent der Bundesbürger jenseits der Altersgrenze von 55 Jahren stimmen der Aussage zu, dass sie bereits eine auf ihr Lebensalter abgestimmte Finanzberatung erhalten. Das ergab eine aktuelle und repräsentative Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des Verbandes der PSD Banken e.V. Eine spezielle Finanzberatung für Senioren halten 58 Prozent der Bundesbürger für generell nötig. 58 Prozent erwarten von ihrem Finanzdienstleister Empfehlungen, die auf das Lebensalter zugeschnitten sind. „Ob Finanzdienstleister mit ihren Produkten oder Beratung dabei immer die richtigen Themen treffen, ist eine unbeantwortete Frage“, stellt Rudolf Conrads, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der PSD Banken bei der Präsentation der Umfrage während eines Pressegesprächs in Frankfurt fest. Hauptthema der so genannten BestAger ist die Sicherung des Lebensstandards (68,7 Prozent). Auch gab nahezu jede zweite befragte Person über 55 Jahren (42,5 Prozent) an, dass die zukünftige Wohnsituation ein wichtiges Thema bei der kommenden Finanzberatung sein werde. Den Verkauf der eigenen Immobilie, um eine Zusatzrente zu realisieren, interessierte aber nur etwa jeden Zehnten. Immerhin 33 Prozent der Befragten gaben an, dass Interesse an Beratung zu ärztlichen Zusatzleistungen über Versicherungen bestünde. Die Umfrage konnte keine wesentlichen regionalen oder geschlechterspezifischen Unterschiede beim Thema Lebenszeitangepasste Finanzberatung zu Tage fördern.
Auf die Frage, welcher Abwicklungsweg für Bankgeschäfte in Zukunft für den Befragten an Bedeutung gewinne, antworteten 79 Prozent mit >Besuch der Filiale<. Ein Fünftel der über 55-Jährigen gab an, das Online-Banking in Zukunft für ihn oder sie an Bedeutung gewinne. Je jünger die Befragten waren, desto wichtiger wurde das Online-Banking. Die Altersgruppe der 55-59-Jährigen schreibt zu 37 Prozent dem Online-Banking eine zukünftig gewichtigere Rolle zu. Je höher der Bildungsgrad oder das Haushaltseinkommen waren, umso stärker war das Interesse an Online-Banking ausgeprägt: So sehen 40 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von über 2.500 Euro eine zukünftig wichtigere Rolle im Online-Banking bei ihren Bankgeschäften.
Die empirischen Daten dieser Studie wurden im Rahmen einer
telefonischen Mehrthemenbefragung in der Zeit vom 18. bis 24. April 2008 durch TNS Infratest erhoben.
Pressekontakt:
Verband der PSD Banken e.V.
Olaf M. Willems
Tel. 0228/95904-140
olaf.willems(at)vpsd.de
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