Jeder zweite Deutsche ist gegen die angestrebte Harmonisierung der europäischen Einlagensicherung
01.09.2010
- Jeder zweite Deutsche ist gegen die angestrebte Harmonisierung der europäischen Einlagensicherung
- Über 60 Prozent aller Deutschen halten die aktuelle deutsche Einlagensicherung für sehr sicher oder sicher
- Jeder Fünfte ist der Auffassung, dass die europäische Harmonisierung der Einlagensicherung verhindert werden muss
Frankfurt – Bonn, 01.09.2010: Jeder zweite Deutsche ist gegen die von der Politik für das Jahr 2014 angestrebte Harmonisierung der europäischen Einlagensicherungssysteme. Zu diesem bemerkenswerten Ergebnis kommt eine aktuelle TNS Infratest-Umfrage aus dem August 2010 im Auftrag des Verbandes der PSD Banken e.V.
46,3 Prozent aller Nennungen erwarten durch die angestrebte Harmonisierung der rund 40 europäischen Einlagensicherungen in Zukunft eine deutlich geringere Sicherheit ihrer Einlagen. Repräsentativ befragt wurden deutschsprachige Personen ab dem 18. Lebensjahr. 20,4 Prozent gaben sogar an, dass diese angestrebte Harmonisierung verhindert werden soll. „Der EU-Richtlinienentwurf zur angestrebten Harmonisierung der europäischen Einlagensicherungssysteme basiert auf der Annahme, dass eine europäische Einlagensicherung in den Augen der europäischen Bevölkerung zu mehr Sicherheit für ihre Einlagen führen wird. Wir wollten durch diese Umfrage erfahren, wie dies die deutsche Bevölkerung eigentlich wirklich sieht – offensichtlich deutlich anders“, erläutert Rudolf Conrads, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der PSD Banken e.V. die Gründe für die Infratest-Umfrage.
Die relativ deutliche Ablehnung kennt dabei kaum Varianzen nach Geschlecht, Alter oder Beruf. Nur 32,9 Prozent der befragten Personen ab dem 18. Lebensjahr erwarten bei einer gesetzlichen Veränderung ab dem Jahr 2014 bzw. der Harmonisierung der Sicherungssysteme eine gleichbleibende Sicherheit ihrer Einlagen. Kritisch beurteilt daher der Vorstand des Verbandes der PSD Banken die derzeitige Diskussion um die europaweite Zentralisierung der Einlagensicherungen. „Wir fragen uns, wie in Zukunft nach einer Vernetzung der Einlagensicherungen aller EU-Mitgliedsstaaten die Bürger in Europa reagieren werden, wenn sie im Fernsehen vor irgendeiner europäischen Bank eine Schlange, auf ihr Geld wartender Menschen sehen. Die Umfrage lässt hier nichts Gutes erwarten. Wir plädieren für eine Beibehaltung der genossenschaftlichen Sicherungseinrichtung und des damit verbundenen Institutsschutzes“, erklärt der Vorstand des Verbandes der PSD Banken e.V.
Die PSD Banken (vormals Post, Spar- und Darlehnsvereine) sind eine Direktbankengruppe im Verbund der Genossenschaftsbanken des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Die PSD Banken wurden 1872 gegründet und bilden somit die älteste Direktbankengruppe Deutschlands. Die PSD Bankengruppe besteht heute aus 15 selbstständig agierenden Mitgliedsinstituten, einer zentralen Servicegesellschaft sowie dem Verband der PSD Banken e.V. mit Sitz in Bonn.
Pressekontakt:
Verband der PSD Banken e.V.
Olaf M. Willems
Tel. 0228/95904-140
olaf.willems(at)vpsd.de
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