PSD Bankengruppe legt deutlich zu
31.08.2010
- PSD Bankengruppe legt deutlich zu
- Bilanzsumme der PSD Banken knackt 20 Milliarden Eurogrenze
- erfolgreiches 1. Halbjahr 2010
- Zusammenarbeit mit dem VR Kreditwerk eG
Frankfurt – Bonn, 31.08.2010: Die 15 genossenschaftlichen PSD Banken sind erfolgreich in das erste Halbjahr 2010 gestartet. Nachdem die Bilanzsumme im vergangenen Jahr 2009 bereits erstmals in der 138-jährigen Geschichte die 20 Milliarden Eurogrenze überschritten hatte, gelang es den genossenschaftlichen Direktbankern in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 die Bilanzsumme um weitere 3,9 Prozent auf 21.576 Millionen Euro zu steigern. „Im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre ist unsere Bilanzsumme um 4,5 Prozent angewachsen. Mit dieser Entwicklung sind wir sehr zufrieden“, beschreibt der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der PSD Banken e.V., Rudolf Conrads, diese erfreuliche Entwicklung während einer Presseveranstaltung diesen Dienstag in Frankfurt am Main. Auch das Einlagengeschäft läuft bei den PSD Banken ordentlich: Die Kunden und Mitglieder der PSD Banken investieren ihr Geld wieder verstärkt in PSD Spareinlagen. Das Volumen der Spareinlagen ist in 2010 um 7,7 Prozent oder 637 Millionen Euro auf 8.815 Millionen Euro gestiegen. „Schon im vergangenen Jahr 2009 hatten wir hier eine deutliche Steigerung von fast 20 Prozent zu verzeichnen“, freut sich Rudolf Conrads über das Interesse der Kunden an den PSD Sparprodukten. Traditionsgemäß sind die ehemaligen Post-, Spar- und Darlehnsvereine besonders stark im Baufinanzierungsgeschäft. „Viele Kunden nutzen das sehr niedrige Zinsniveau, um umzuschulden. Unsere Darlehensverträge sehen außerdem eine kundenfreundliche Sondertilgungsmöglichkeit von fünf bis zu zehn Prozent vor. Wir können trotzdem gute Wachstumszahlen vorweisen“, erklärt Rudolf Conrads die Entwicklung des Baufinanzierungsgeschäfts der PSD Banken. Der bilanzwirksame Gesamtbestand an Baudarlehen steigt im ersten Halbjahr 2010 von 11.323 Millionen Euro um 4,70 Prozent auf 11.856 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen der zugesagten Immobilienfinanzierungen beträgt zur Jahresmitte 2010 bereits 854 Millionen Euro (1. Hj. 2009: 613 Mio. Euro).Um die prozessuale Bearbeitungsgeschwindigkeit bei Baufinanzierungen weiter zu erhöhen, werden noch in diesem Jahr 2010 fünf PSD Banken die IT-Lösung für eine automatisierte Kreditbearbeitung Baufi FastLane der VR Kreditservice GmbH – ein Tochterunternehmen der VR Kreditwerk AG – einführen. „Wir haben somit im genossenschaftlichen FinanzVerbund einen professionellen Partner gefunden, der unsere Prozesse noch weiter beschleunigen kann. Dies ist auch mit Blick auf das zunehmende Geschäft über Vertriebsplattformen von besonderer Bedeutung. Unseren Wettbewerbsvorteil, dass wir im Marktvergleich mit die attraktivsten Bauzinsen anbieten, ergänzen wir um eine noch schnellere Bearbeitung. Dies wiederum hilft uns auch, die Kosten im Griff zu behalten“, ist Rudolf Conrads von der Zusammenarbeit mit dem VR Kreditwerk überzeugt.
Dass die PSD Banken ihre Kosten im Griff haben, zeigt die Cost-Income-Ratio der PSD Bankengruppe; sie verbesserte sich von 67,6 in 2008 auf 65,9 in 2009 und nunmehr auf 63,2 zur Jahresmitte 2010.
Die veränderte Zinsstrukturkurve schlug sich im zinsabhängigen Geschäft der PSD Banken im vergangenen Jahr deutlich und positiv nieder. So hatten die PSD Banken zwar 2009 mit 885 Millionen Euro (2008: 912 Millionen Euro) geringere Zinserträge zu verzeichnen, dies wurde aber durch deutlich niedrigere Zinsaufwendungen von 611 Millionen Euro (2008: 653,5) überkompensiert. Der Zinsüberschuss stieg somit um 5,7 Prozent oder 14,8 Mio. Euro auf 273,7 Mio. Euro (2008: 258,9 Mio. Euro).Die Verwaltungsaufwendungen sind um 2,4 Millionen Euro oder 1,3 Prozent auf 184,3 Millionen Euro (2008: 181,9 Millionen Euro) leicht angestiegen. Der Personalbestand erhöhte sich um 23 Arbeitsplätze auf 1.886. „Wir haben im vergangenen Jahr über 30 Millionen Euro Steuern gezahlt. Trotzdem ist der Jahresüberschuss nach Steuern von 27 Millionen Euro in 2008 auf fast 41 Millionen Euro in 2009 geklettert. Ein Hauptträger dieses Gewinnwachstums war die freundlichere Entwicklung an den Kapitalmärkten. Viele Wertpapiere, die wir als vorsichtige Kaufleute in 2008 abgeschrieben hatten, konnten wir im vergangenen Jahr wieder zuschreiben“, erläutert Dr. Karl-Friedrich Walter den stark gestiegenen Jahresüberschuss der PSD Bankengruppe.
Kritisch beurteilt der Vorstand des Verbandes der PSD Banken die derzeitige Diskussion um die europaweite Zentralisierung der Einlagensicherungen. „Wir fragen uns, wie in Zukunft nach einer Gleichschaltung der Einlagensicherungen aller EU-Mitgliedsstaaten die Bürger in Europa reagieren werden, wenn sie im Fernsehen vor irgendeiner europäischen Bank eine Schlange, auf ihr Geld wartender Menschen sehen. Wir plädieren für eine Beibehaltung der genossenschaftlichen Sicherungseinrichtung und des Institutsschutzes in Deutschland“, erklärt der Vorstand des Verbandes der PSD Banken e.V. Eine aktuelle TNS-Infratest-Umfrage aus dem August 2010 im Auftrag des Verbandes der PSD Banken hat ergeben, dass jeder zweite Bundesbürger eine europaweite Harmonisierung der Einlagensicherung ablehnend gegenübersteht. Jeder fünfte Bundesbürger ist sogar der festen Überzeugung, dass dies verhindert werden muss.
Die PSD Banken (vormals Post, Spar- und Darlehnsvereine) sind eine Direktbankengruppe im Verbund der Genossenschaftsbanken des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Die PSD Banken wurden 1872 gegründet und bilden somit die älteste Direktbankengruppe Deutschlands. Die PSD Bankengruppe besteht heute aus 15 selbstständig agierenden Mitgliedsinstituten, einer zentralen Servicegesellschaft sowie dem Verband der PSD Banken e.V. mit Sitz in Bonn.
Nachrichtlich
PSD Bankengruppe in Zahlen per 31.12.2009
| kumulierte Kennzahlen in Mio. Euro |
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2009 |
2008 |
+/- |
| Bilanzsumme |
20.773 |
19.691 |
1.082 |
| Eigenkapital |
981 |
947 |
34 |
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| kumulierte Bilanz in Mio. Euro |
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2009 |
2008 |
+/- |
| Aktiva |
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| Barreserve |
314 |
289 |
25 |
| Forderungen an Kreditinstitute |
2.696 |
3.242 |
-546 |
| Forderungen an Kunden |
11.807 |
11.548 |
259 |
| Wertpapiere |
5.669 |
4.300 |
1.369 |
| Sachanlagen |
149 |
148 |
1 |
| übrige Aktiva |
138 |
164 |
-26 |
| Bilanzsumme |
20.773 |
19.691 |
1.082 |
| Passiva |
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| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten |
2.841 |
2.362 |
479 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kunden |
16.662 |
16.099 |
563 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten |
46 |
46 |
0 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten |
85 |
85 |
0 |
| Eigenkapital |
981 |
947 |
34 |
| Übrige Passiva |
158 |
198 |
-40 |
| Bilanzsumme |
20.773 |
19.691 |
1.082 |
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| kumulierte Gewinn- und Verlustrechnung in Mio. Euro |
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2009 |
2008 |
+/- |
| Zinserträge |
885,4 |
912,4 |
-27 |
| Zinsaufwendungen |
611,7 |
653,5 |
-41,8 |
| Verwaltungsaufwendungen |
184,3 |
181,8 |
2,5 |
| Saldo sonstiger Erträge und Aufwend. |
-17,8 |
-35,6 |
17,6 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag |
30,6 |
14,3 |
16,3 |
| Jahresüberschuss nach Steuern |
41 |
27,2 |
13,8 |
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| Weitere Angaben |
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2009 |
2008 |
+/- |
| Eigenkapitalquote (%) |
4,72 |
4,81 |
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| Cost-Income-Ratio |
65,9 |
67,6 |
|
| Mitarbeiter |
1.886 |
1.863 |
23 |
Pressekontakt:
Verband der PSD Banken e.V.
Olaf M. Willems
Tel. 0228/95904-140
olaf.willems(at)vpsd.de
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