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Verband der PSD Banken e.V. verleiht Journalistenpreis „Finanzmarktkrise“

25.09.2009 - Verband der PSD Banken e.V. verleiht Journalistenpreis „Finanzmarktkrise“

Essen, 25.09.2009: Der Verband der PSD Banken e.V. hat in Essen im Rahmen seines Großen Verbandstages an diesem Freitag den PSD Journalistenpreis „Finanzmarktkrise“ verliehen.
 
Den ersten Preis in der Kategorie Print-Medien des mit insgesamt 20.000 Euro dotierten PSD Journalistenpreises erhielten Kerstin Kohlenberg und Wolfgang Uchatius von der Wochenzeitung DIE ZEIT. Das Autorenteam versucht in dem Beitrag eine einfache Frage der Finanzmarktkrise zu beantworten: >Wo ist das Geld geblieben?<. Bei der Suche nach einer Antwort machen sie sich auf die Reise von der Wüste Nevadas über die Bankenenklave Mainhattans bis zu den Anlagestrategen chinesischer Staatsfonds. Spannend erzählt und klug didaktisiert belegen die Autoren von Reisestation zu Reisestation ihre These, dass die globale Finanzkatastrophe das Geld nicht vernichtet, sondern schlicht umverteilt hat. Sie benennen Gewinner und Verlierer und stellen sehr anschaulich die langfristigen Folgen dieser Umverteilung heraus.
 
Den zweiten Preis in der Kategorie Print erhielt die Titelgeschichte >Gorillas Spiel<, erschienen am 09.03.2009 im SPIEGEL. Das fünfköpfige Autorenteam, angeführt von Klaus Brinkbäumer, behauptet, dass die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers ein Jahrhundertfehler gewesen ist. Die Autoren treten für diese These einen gleichermaßen brillanten wie brillant erzählten Indizienbeweis an. Sie fahren Zeugen, Angeklagte und Schuldige auf und erzählen die Lehman-Katastrophe absolut minutiös nach. Die Story überzeugt auch durch die Fülle an hervorragend recherchierten Details und Zusammenhänge auf der Informationsebene.
 
Den dritten Preis erhalten Bernd Berg und Ronny Gert Bürckholdt von der Badischen Zeitung für ihren Artikel >Von der Riesenparty in die Jahrhundertkrise<. In diesem bereits am 26. September 2008 erschienenen Artikel erläutert das Autorenteam wohltuend sachlich die Zusammenhänge der Finanzmarktkrise. Eine Regionalzeitung macht hier den großen Verlagshäusern eindeutig vor, wie man sehr frühzeitig und anschaulich die Finanzmarktkrise für die Leser aufbereiten kann.
 
Den ersten Platz in der Kategorie Radio/TV/Online erreichte die Redaktion neuneinhalb vom Westdeutschen Rundfunk. Das eigentlich für das Kinderfernsehen produzierte Stück ist witzig, höchst anschaulich und dabei mit beneidenswert ökonomischen Mitteln produziert. Der Beitrag ist ein Erklärstück wie aus dem Bilderbuch. Innerhalb weniger Minuten gelingt es den Redakteuren immens anschaulich zu erläutern, was mit einem Geldschein bei der Bank passiert, wie es zur Finanzkrise kam und wo Spargroschen noch sicher sind. Als unterhaltsames Stück Aufklärung dient der Beitrag Kindern und Erwachsenen gleichermaßen.
 
Der zweite Preis in dieser Kategorie ging an Michael Houben für seinen Magazinbeitrag, ausgestrahlt am 07. Oktober 2008, in der ARD bei PlusMinus. Der Beitrag beleuchtet einen Treibsatz der Finanzmarktkrise: die Credit Default Swaps. Michael Houben gelingt es in diesem relativ kurzen Erklärstück anschaulich das Wertpapier und seine Bedeutung für den Finanzmarkt für jedermann verständlich zu erklären.
 
Den dritten Platz in der Kategorie Radio/TV/Online erzielte ein Radiofeature mit dem Titel >Kartenhaus< des Bayerischen Rundfunks. Das von Peter Rothammer verwirklichte Feature gewährt Schlaglichter auf Schicksale inmitten der Finanz- und Wirtschaftskrise. Von geschädigten Lehman-Anlegern bis zu Bankern aus Frankfurt, London und New York kommen alle betroffenen Seiten zu Wort. Ein dichtgedrängtes Stimmungsbild mit Analysen und der Bereitschaft möglichst viele verschiedene Stimmen zu Wort kommen zu lassen.
 
Ausgezeichnet wurden jeweils drei Beiträge in den Kategorien Print sowie Radio/TV/Online, die sich in herausragender Weise mit dem ausgeschriebenen Thema befassen. Der Preis ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr bereits zum fünften Mal vergeben. Die zehnköpfige Preisjury bestimmte die Gewinner aus insgesamt 93 Einsendungen und legte dabei Kriterien wie fundierte Recherche, Nutzwert und kreativen Themenansatz zugrunde. Den Juryvorsitz führte in diesem Jahr der Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins €URO, Holger Wiedemann.
 
„Das diesjährige Motto „Finanzmarktkrise“ war sicherlich weit gesteckt. Aber wie soll man eine globale Krise sinnvoll mit simplifizierten Themenstellungen eingrenzen?“, erklärt Rudolf Conrads, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der PSD Banken e.V., das diesjährige Motto. Die Laudatio hielt Holger Wiedemann: „Die hohe Qualität der eingereichten Beiträge zeigt deutlich, dass die Journalisten das Thema Finanzmarktkrise gut erfasst und aufbereitet haben“. Gemeinsam mit Rudolf Conrads beglückwünschte er die Gewinnerinnen und Gewinner.
 
PSD Journalistenpreis „Finanzmarktkrise“, ausgeschrieben vom Verband der PSD Banken e.V.:
 
Die Preisträger:
 
Kategorie Print:
1. DIE ZEIT, „Wo ist das Geld geblieben?“, Kerstin Kohlenberg und Wolfgang Uchatius
2. DER SPIEGEL, „Gorillas Spiel“, Klaus Brinkbäumer, Hauke Goos, Frank Hornig, Udo Ludwig, Christoph Pauly
3. Badische Zeitung, „Von der Riesenparty in die Jahrhundertkrise“, Bernd Berg und Ronny Gert Bürckholdt
 
Kategorie Radio/TV/ Online:
1. Westdeutscher Rundfunk (Redaktion neuneinhalb) „Was machen Banken mit unserem Geld?“, Matthias Körnich, Malin Büttner und Anne Leger
2. ARD (Redaktion PlusMinus), „Credit Default Swaps“, Michael Houben
3. Bayern 2, „Kartenhaus“, Peter Rothammer
 
Die Jury:
Vorsitz: Holger Wiedemann
Chefredakteur €URO
 
Frank Donovitz
stern, Sieger des PSD Journalistenpreises 2008, Print
 
Dorothea Mohn
Verbraucherzentrale Bundesverband
 
Thomas Nell
WDR, Leiter Programmgruppe Wirtschaft und Recht
 
Ulrich Reitz
Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien
 
Peter Rensch
Gabler Verlag, Chefredakteur Bankmagazin
 
Friedhelm Tilgen
n-tv, stv. Leiter der Wirtschaftsredaktion
 
Yvonne Unger
Freie Journalistin, Siegerin des PSD Journalistenpreises 2008, TV/Radio/Online
 
Dr. Sinan York Temelli
Union Investment
 
Rudolf Conrads
Verband der PSD Banken e.V., Vorstandsvorsitzender

Ein Foto der Preisträger kann auf Wunsch zugesandt werden.

 

Pressekontakt:
Verband der PSD Banken e.V.
Olaf M. Willems

Tel. 0228/95904-140

olaf.willems(at)vpsd.de

 

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