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Der europäische Zahlungsraum
SEPA-Informationen
Der europäische Zahlungsraum
 

Zur Bildung eines europäischen Zahlungsraums (SEPA) werden einheitliche europaweite Standards für Überweisungen, Lastschriften sowie Kartenzahlungen umgesetzt. Ihre PSD Bank beantwortet die wichtigsten Fragen für Bankkunden rund um SEPA.

 

Ist die Zusendung der Kundenbedingungen notwendig?
Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Änderungen der Kundenbedingungen in Textform mitzuteilen sind. Wir als Direktbank senden Ihnen diese zu, damit Sie aktuell über alle Änderungen informiert sind. Mit dem GoGreen-Logo auf den Umschlägen unterstützen wir Klimaschutzprojekte, die die Richtlinien des Kyoto-Protokolls erfüllen.

 

Was ist SEPA?
SEPA ist die Abkürzung für "Single Euro Payment Area", den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum. Dieser besteht aus den inzwischen 30 EU-/EWR-Staaten und der Schweiz. Ziel ist es, europaweit standardisierte Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen bereitzustellen, so dass Verbraucher und Unternehmen bargeldlose Zahlungen auch über die Ländergrenzen hinweg so einfach und bequem tätigen können wie in ihrem Heimatland. Schecks sind von der Standardisierung ausgenommen.

Was ist, wenn ich nicht alle Produkte nutze?

Sollten Sie einzelne Produkte (z. B. OnlineBanking) nicht nutzen, dann werden diese Sonderbedingungen für Sie nicht wirksam.

Welche Länder nehmen an SEPA teil?
Insgesamt 31 europäische Länder machen bei SEPA mit. Neben den 16 Staaten der Eurozone nehmen auch die 14 Länder des übrigen europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und die Schweiz an SEPA teil.
Eine Übersicht der teilnehmenden Länder finden Sie hier.

Muss ich auf SEPA umsteigen?
Zunächst wird es die bestehenden nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren auch weiterhin geben. Eine Verpflichtung zur Umstellung auf die SEPA-Verfahren besteht aktuell nicht.

Was kostet mich diese Information mit den geänderten Kundenbedingungen?
Diese und alle künftigen Informationen, die Änderungen von Entgelten als auch Sonderbedingungen beinhalten, sind selbstverständlich kostenlos.

Was ist die IBAN?

IBAN steht für „International Bank Account Number“. Sie ist eine standardisierte internationale Bankkontonummer. Die IBAN besteht aus einem internationalen Teil, der sich aus einem Länderkennzeichen und einer Prüfziffer zusammensetzt, und einer national festgelegten Komponente. Diese ist für Deutschland die Bankleitzahl und die Kontonummer.

Ist es möglich, die IBAN um die Kontonummer zu kürzen?
Nein, die Kontonummer ist ein Teil der IBAN.

Was ist der BIC?

BIC steht für Bank Identifier Code und ist der international standardisierte Bank-Code, vergleichbar mit der Bankleitzahl in Deutschland. Der BIC, oftmals auch noch als SWIFT-Code bezeichnet, wird neben der IBAN als zweites Identifikationsmerkmal für die jeweils kontoführende Bank zur Weiterleitung von Zahlungen benötigt. Mit dem BIC können weltweit Kreditinstitute eindeutig identifiziert werden. Der BIC ist entweder acht oder elf Stellen lang. An der fünften und sechsten Stelle ist ein Länderkennzeichen zu finden (z. B. DE für Deutschland)

Muss ich etwas an meiner Banking-Software ändern?

Alle aktuellen Softwarelösungen (z. B. StarMoney) können weiterhin verwendet werden, da die heute bestehenden Zahlungsverkehrsverfahren weiterhin angeboten und genutzt werden können. Die neuen SEPA-Verfahren stellen ein zusätzliches Angebot dar. Die Softwarehersteller sind über die Spezifikationen der SEPA-Verfahren informiert und haben bereits Anpassungen vorgenommen. Wann ein aktuelles Update der Software zur Verfügung gestellt wird, erfragen Sie bitte direkt beim Hersteller Ihrer Software.

Ändert sich etwas an den Meldepflichten?
An den Meldepflichten im europäischen Zahlungsverkehr ändert sich nach derzeitigem Stand durch die Einführung der SEPA nichts. Wie das konkrete Meldeverfahren für Zahlungen über 12.500 Euro aussehen soll, wird derzeit mit der Deutschen Bundesbank abgestimmt.

Führt SEPA durch den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zu anderen Laufzeiten?
Bis zum Jahr 2012 ist vorgesehen, dass grenzüberschreitende Überweisungen spätestens drei Geschäftstage nach Auftragsannahme auf dem Konto des Empfängers gutgeschrieben werden.
Ab 2012 wird die Kontogutschrift bereits einen Geschäftstag nach Auftragsannahme erfolgen. Bei beleghaften Überweisungen verlängern sich die oben genannten Fristen um jeweils einen Geschäftstag.

Welche Vorteile bringt mir SEPA?

Die neuen SEPA-Produkte können generell für grenzüberschreitende Zahlungen und Inlandszahlungen innerhalb der 31 Teilnehmerländer genutzt werden. So wird der Zahlungsverkehr und mit ihm die Mobilität von EU-Bürgerinnen und -Bürgern vereinfacht.

Die Vorteile von SEPA im Überblick:

  • schnellere und einfachere Zahlungen
  • einheitliche Kontostandards
  • mehr Akzeptanzstellen für Ihre BankCard und Kreditkarte
  • verbesserter Schutz vor unberechtigten Kontobelastungen

 

Eines für alles
Mit Ihrem PSD-Bankkonto lassen sich Überweisungen oder Lastschriften überall im SEPA-Raum so einfach durchführen wie im Inland. So können Sie ganz einfach Geld an die im europäischen Ausland studierenden Kinder überweisen, die Miete für ein Ferienhaus im Nachbarland einziehen lassen u. v. m.

Bessere Liquiditätsplanung
Mit der Einführung des Fälligkeitsdatums bei Lastschriften verbessern Sie Ihre Liquiditätsplanung – Sie wissen künftig genau, an welchem Tag der Betrag von Ihrem Konto abgebucht wird. Bitte beachten Sie, dass Zahlungsempfänger, die die SEPA-Lastschrift nutzen, eine neue Einzugsermächtigung von Ihnen benötigen. Dies gilt auch für die Umstellung bestehender Einzugsermächtigung en nach dem deutschen Lastschriftverfahren.

Mehr Sicherheit
Durch die Erneuerungspflicht des SEPA-Lastschriftmandats (nach 36 Monaten der Nichtnutzung) sind Sie noch besser vor unberechtigten Kontobelastungen geschützt.

Größere Akzeptanz bei Kartenzahlungen
Die Akzeptanz und Einsatzmöglichkeiten für die Zahlung mit der PSD BankCard werden sich in ganz Europa noch weiter erhöhen. So werden Sie immer weniger Bargeld mit sich führen müssen.

Gibt es neue Zahlungsvordrucke für SEPA?
Es gibt neue Vordrucke für das SEPA-Verfahren, zunächst allerdings für die SEPA-Überweisung. Vordrucke für das SEPA-Lastschriftverfahren wird es erst später geben. Die Überweisungsvordrucke für den nationalen Zahlungsverkehr bleiben aber bestehen und können weiterhin genutzt werden.

Ab wann kann ich die neuen SEPA-Verfahren nutzen?

Mit Datum vom 02.11.2009 können Sie das neue SEPA-Lastschriftverfahren nutzen. SEPA-Überweisungen und –Kartenzahlungen stehen Ihnen bereits seit Anfang 2008 zur Verfügung.

Betreffen die neuen Bedingungen auch meinen Kredit?

Wir haben in den Geschäftsbedingungen bereits einige Formulierungen hinsichtlich zusätzlicher Informationspflichten ab Mai 2010 aufgenommen. Für bestehende Kredite verändert sich nichts.

Was passiert mit Schecks unter SEPA?

Bei Schecks ändert sich nichts. Der Scheckverkehr ist von SEPA nicht betroffen.